Donnerstag, 21. September 2017

[Rezension] Shusterman, Neal - Scythe (1/3) Die Hüter des Todes

Citra und Rowan wachsen in der scheinbar perfekten Welt auf. Dort kennt man weder Armut noch Krieg, Krankheiten oder den Tod. Damit die Bevölkerung jedoch nicht zu groß wird, müssen Scythe Menschen "nachlesen", also umbringen. Die Scythe haben die Macht darüber zu entscheiden, wer stirbt, da sie die Hüter des Todes sind. Die beiden Teenager wurden dazu bestimmt, eine Ausbildung zum Scythe zu beginnen. Das gemeinsame Schicksal schweißt die beiden zusammen, doch ein bösartiger Scythe hat andere Pläne mit ihnen und will sie zu Feinden machen.


Neal Shusterman war mir bereits durch die "Vollendet"-Reihe bekannt. Diese vermochte mich damals sehr zu fesseln, daher war ich extrem auf seine neue Trilogie über den Preis der scheinbar perfekten Welt gespannt. Ihm ist es hervorragend gelungen mich in seine dystopische Welt eintauchen zu lassen. Er schafft es gekonnt immer mehr Details seines Settings einfließen zu lassen, so dass ich mir Citras und Rowans Welt sehr gut vorstellen konnte.

Beide Protagonisten fand ich sympathisch und interessant ausgearbeitet. Auch die zahlreichen Nebenfiguren wurden individuell gezeichnet, so dass man beim Lesen nie den Überblick verliert und sie gut auseinander halten kann. 

Der Einfallsreichtum von Shusterman ist unglaublich. Ich habe jedes Detail dieser Welt aufgesogen und seine Ideen und seine Fantasie durch alle 500 Seiten genossen. Er konzentriert sich jedoch nicht nur auf den Plot, sondern steckt auch Herzblut in seine Figuren. Ich empfand ihr Handeln als sehr authentisch, ob es nun den ersten Schock über ihre neue Aufgaben, die Probleme beim Erlernen der Kunst des Tötens oder der unbändige Kampfgeist, den beide an den Tag legen, betraf.

Fazit: Ein überragender Auftakt zu einer Trilogie, von der ich mir weiterhin extrem viel verspreche. Über 500 Seiten und nicht eine davon hat mich gelangweilt, im Gegenteil, ich habe jedes Detail aufgesogen, wie ein trockener Schwamm Wasser und Shustermans Fantasie genossen. Dieses Buch ist ein MUSS für alle Fans von Dystopien, da es durchgängig zu fesseln vermag. 

Dieses Jugendbuch ist definitiv in der Top 3 meiner bisherigen Lesehighlights aus 2017. Band zwei wird voraussichtlich bereits im Frühjahr 2018 erscheinen und steht schon jetzt auf meiner Wunschliste Lesen, lesen, lesen!

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (21. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3737355061
  • ISBN-13: 978-3737355063
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 20. September 2017

[Gastrezension] Trunko, Emily - Deine letzte Nachricht. Für immer.

Gastrezension von Manja (Manjas Buchregal)



Erinnerungen sind etwas sehr Schönes. Sie bewegen, gehen zu Herzen.
Nach „Ich wollte nur, dass du noch weißt …“ ist dies erneut ein Geschenkbuch der Tumblr – Bloggerin. Dieses Mal um die letzten Nachrichten von Menschen, nach einem Tod oder einer Trennung. Jeden Tag erreichen sie hunderte solcher Nachrichten, die zu Herzen gehen. In diesem Buch lässt sie den Leser daran teilhaben.

„Deine letzte Nachricht. Für immer“ stammt von Emily Trunko. Es ist bereits das zweite Buch der Autorin.
Dieses Mal hat sie die letzten Nachrichten gesammelt, Nachrichten, die ihr die Leser ihres Tumblr- Blogs zugesandt haben. Es ist ein sehr emotionales Buch, sind es doch Nachrichten die nach einer Trennung oder einem Tod geschrieben wurden. Die Texte berühren die Seele, kommen sie doch auch von genau da her.
Die Texte hier geben aber durchaus auch Hoffnung. Immer wieder wird man daran erinnert, das Leben ist doch einzigartig, man sollte die Menschen, die einen umgeben und die einem wichtig sind, nicht als normal betrachten, sonder eher als etwas Einzigartiges, etwas das es zu bewahren gilt.

Die hier aufgeführten Nachrichten haben mich sehr berührt. Ich habe Taschentücher gebraucht, habe mich oftmals auch irgendwie wiedergefunden, konnte mich in die Absender hineinversetzen. Es ist immer wieder aufs Neue faszinierend und doch auch erschreckend was Worte hier mit einem anstellen.
Zu den jeweiligen Nachrichten gibt es auch immer Erklärungen, die meist sogar länger sind als dann die Nachricht. Es ist immer wieder interessant zu lesen wie eine Nachricht zustande kam, was der Absender mit ihr bezweckt.

Im Vorwort erklärt Emily Trunko selbst etwas zum Buch. Im Nachwort erfährt man dann wo man seine ganz eigene Nachricht hinsenden kann, wenn man eine hat, die es wert ist online gestellt zu werden.
Die Aufmachung des Buches ist bemerkenswert, so wie die Sammlung selbst auch. Es gibt kleine Illustrationen, die das Geschriebene unterstützen.

Ich persönlich nehme viel aus diesem Buch mit. Ich werde meine Familie nun viel mehr schätzen und wenn ich ihnen mal eine Nachricht sende, dann wird diese viel bewusster geschrieben werden.

Fazit: Kurz gesagt ist „Deine letzte Nachricht. Für immer.“ von Emily Trunko ein Buch das berührt und zu Herzen geht.
Man bekommt hier als Leser verschiedene Nachrichten, die emotional und auch gefühlvoll gehalten sind. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne mal wieder etwas Lesen möchte das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Sehr zu empfehlen!

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Loewe (18. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785586078
  • ISBN-13: 978-3785586075
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 19. September 2017

[Die Story hinter dem Buch] Veit Etzold - Tränenbringer


heute:


Veit Etzold - Tränenbringer

 



Oft fragen mich Leserinnen und Leser, wie der Titel eines Buches entsteht. Manchmal ist das sehr kompliziert, manchmal auch sehr einfach. Bei Tränenbringer war es eher einfach.
Bevor mich der Thriller-Virus infizierte, war ich großer Fantasy-Fan und habe auch Michael Moorcocks Elric von Melniboné gelesen. Elrics schwarzes Schwert heißt Sturmbringer, während ein zweites Schwert in dem Roman Trauerklinge heißt. Aus Trauer wurde in meinem Kopf irgendwann Tränen, die ich mit dem zweiten Wortteil des Sturmbringers zusammensetzte, und fertig war Tränenbringer. Ein, wie ich finde, toller Titel, der auch noch nicht vergeben war.

Die zwei Frage ist häufig, wie ich auf die Ideen zu den Thrillern komme. Bei Tränenbringer weiß ich das noch recht genau. Die Inspiration zu Tränenbringer hatte ich kurz nach Weihnachten 2015. Saskia und ich fuhren am Abend zu Freunden in den Süden Berlins und als wir an einer roten Ampel hielten, lief plötzlich ein ziemlich seltsamer Mann mit Gummihandschuhen über die Straße. Ich schaute ihm noch kurz hinterher, da sprang die Ampel schon auf Grün. Wer dieser Mann war, habe ich nie erfahren. Aber damals dachte ich: Was wäre, wenn ein solcher Mann, ausgestattet mit einer seltsamen Kiste, von einem Auto angefahren wird und ins Koma fällt? Und dieser Mann vielleicht eine wichtige Information hat, die Leben retten kann?
Saskia saß mit im Auto und da es sich um Clara Vidalis handelt, war Saskia auch wieder gefordert und ich fing schon während des Abendessens mit den Freunden an, Saskia zu drogeninduzierten Psychosen, Hirnblutungen und Nervenheilanstalten auszufragen. Der Rest des Buches entwickelte sich dann nach und nach. Aber die Intitialzündung war der unheimliche Mann an der Ampel mit den Handschuhen.

geschrieben von
Veit Etzold



  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426520699
  • ISBN-13: 978-3426520697





Liebe Grüße,
Claudia

Montag, 18. September 2017

[Rezension] Durst, Sarah - Die Macht der verlorenen Träume

Sophies Eltern besitzen einen Buchladen. Das an sich ist ja schon klasse, aber in diesem Laden werden auch Träume verkauft. Ihre Eltern schaffen es Träume in Flüssigkeiten zu verwandeln und verkaufen diese dann. Als in den Buchladen eingebrochen wird, muss sich Sophie, die sonst eher ein Einzelgänger ist, anderen Menschen anvertrauen, denn sie muss die gestohlenen Flaschen finden, ihre entführten Eltern retten und es dabei mit zahlreichen Monstern, die aus Alpträumen stammen, aufnehmen.



"Die Macht der verlorenen Träume" besitzt nicht nur ein wunderschönes Cover, sondern auch eine wahnsinnig tolle Geschichte. Sie kann Kinder begeistern, da sie spannend und mit Elementen aus dem Fantasy-Bereich ausgeschmückt ist. Neben gruseligen Monstern gibt es aber auch hilfsbereite Einhörner oder bunte Kaninchen. Langeweile wird man beim Lesen nie verspüren, denn Sarah Dunst hat ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und sich eine viele tolle Ideen für ihren Roman ausgedacht.

Ich, als erwachsene Person, wurde ebenfalls gut unterhalten. Besonders gefällt mir aber daran, dass ich sicher bin, dass es Kinder in der Zielgruppe von 11-13 Jahren unterhalten wird und gleichzeitig tolle Botschaften vermittelt. Vieles schwingt im Subtext mit, was somit unterbewusst aufgenommen wird. Es geht um Freundschaft, wie wichtig dieser Zusammenhalt ist, dass man als Außenstehender nie wissen kann, was in einer anderen Person tatsächlich vorgeht und warum sie sich so verhält, wie sie es eben tut. Außerdem zeigt die Geschichte, dass auch kleine Menschen/Tiere viel ausrichten können, wenn sie einander vertrauen und sich zusammen für ein Ziel einsetzen. Für das entsprechende Lesealter finde ich es toll, wenn diese wichtigen Werte vermittelt werden und dieses so spielerisch wie in dieser spannenden und fantastischen Geschichte geschieht.

Fazit: Eine Geschichte, die ich Eltern/Erziehungsberechtigten empfehlen möchte, da tolle Wertevorstellungen vermittelt werden und Kinder, die spannende Geschichten mögen und Fantasy-Elementen offen gegenüberstehen, bestens unterhalten werden.

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Loewe (18. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785585837
  • ISBN-13: 978-3785585832
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre


Liebe Grüße,
Claudia

Sonntag, 17. September 2017

[In my Mailbox] KW # 37/2017


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

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Thomas, Angie - The Hate U Give








Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 16. September 2017

[Rezension] Gebrüder Grimm - Grimms Märchen

Grimms Märchen sind und bleiben ein Klassiker. Als Kind wurden mir diese oft vorgelesen, aber als Erwachsener habe ich schon so manches Mal gegrübelt, wie die Details der einzelnen Geschichten tatsächlich waren. Ich hatte Lust darauf bekommen diese Märchen noch einmal neu zu entdecken und auf der Suche nach schönen Märchenbüchern bin ich über diese Reihe aus der Verlagsgruppe Droemer Knaur gestolpert.




Auf den Knapp 400 Seiten finden sich über 80 Märchen. Darunter sind natürlich die weltbekannten Geschichten wie "Hänsel und Gretel" oder "Rapunzel" aber auch viele, an die ich mich nur ganz dunkel erinnern konnte oder die mir absolut neu waren.  

Die Illustrationen treffen nicht zu 100% meinen persönlichen Geschmack, sind aber trotzdem gut und gehören für mich einfach bei einem Märchenbuch dazu.  

Meiner Einschätzung nach, ist diese Sammlung eher für Erwachsene gedacht. Ich fand es toll, so viele Geschichten in einem Buch vorzufinden und ab und an eine Illustration reichte mir völlig. Fürs Vorlesen bei Kindern würde ich eher ein großformatiges Buch wählen, mit weniger Geschichten, größerer Schrift und mehr Zeichnungen - vielleicht sogar auch eins, mit einer einfacheren Sprache denn kindgerecht sind diese Texte nicht unbedingt. Da müsste man schon viel erklären.

Fazit: Für mich, als Erwachsene, die Märchen neu entdecken wollte, ist das Buch genau das Richtige. Zum Vorlesen für kleine Kinder würde ich wahrscheinlich eine andere Ausgabe vorziehen.

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur HC (3. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426653168
  • ISBN-13: 978-3426653166


Die Märchenbuch-Reihe in der Übersicht:

Andersens Märchen
Märchen aus 1001 Nacht
Grimms Märchen

Liebe Grüße,
Claudia

[Neuerscheinungen] Oktober 2017

für den Monat

Oktober

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Haig, Matt - Das Mädchen, das Weihnachten rettete
Bomann, Corina - Winterengel
Herwig, Ulrike - Gregor weiß das
Luisa Binder - Friede, Freude, Pfefferkuchen
Atkins, Dani - Sieben Tage voller Wunder
Shipman, Viola - Engelsfunkeln
Lars Simon - Gustafssons Jul
Blount, Kelly Anne - Ich komm dich holen Schwester
Gannon, Nicholas - Archer (02) Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow's Bay
Fitzek, Sebastian - Flugangst 7a
Sahm, Nina - Das Alphabet meiner Familie
Inusa, Manuela - Der kleine Teeladen zum Glück


Was fällt bei dieser Liste auf??? Es fängt im Buchmarkt langsam an zu weihnachten und ich gebe zu, ich freue mich schon darauf :) Aber mit Flugangst 7a von Sebastian Fitzek wird es vorher noch spannend und mit dem neuen Roman von Ulrike Herwig unterhaltsam. Danach kann dann Weihnachten kommen. Was wollt ihr im Oktober unbedingt lesen?

PS: Das Buch von Ulrike Herwig wurde mittlerweile leider auf nächstes Jahr verschoben, aber macht sich trotzdem schon gut auf der Wunschliste :)


Liebe Grüße,
Claudia

Freitag, 15. September 2017

[Rezension] Knapman, Timothy - Der kleine Fuchs im Winterwald

Der kleine Fuchs lebt mit seinen Freunden im Wald. Er genießt es dort herumzutoben, Purzelbäume zu schlagen und den Sommer in vollen Zügen auszukosten. Eule, Schneehase und Eichhörnchen ermahnen ihn immer wieder, dass er an den Winter denken müsse. Sie bieten ihm sogar an, mit ihm zusammen sein Nest zu bauen und Futtervorräte anzulegen, aber der Fuchs hat keine Lust fleißig zu sein, sondern möchte lieber spielen. Als es dann jedoch Winter wird, ist er alleine und friert. Da wünscht er sich, er hätte auf seine Freunde gehört und vorgesorgt. Er schickt einen Wunsch in den Sternenhimmel und hofft, dass alles gut wird. 

Rebecca Harry hat bereits die Kleinkinderbücher „Der kleine Hase beschenkt seine Freunde“ und "Der kleine Hase im Weihnachtswald" geschrieben und illustriert, welches ich beide großartig fand. Sie arbeitet mit schönen, unaufdringlichen Farben und benutzt für dunkle Winternächte kein Schwarz, sondern verschiedene Blautöne, wodurch das Buch nicht gruselig wirken kann. Die Tiere sehen sehr süß und richtig kuschelig aus. Das Cover und jede einzelne Seite wurden mit Spotlack und Silberfolie verziert, wodurch es im Winterwald zu funkeln scheint.

Die Geschichte ist kindgerecht und vermittelt zum einen die Bedeutung von Freundschaft, denn wahre Freunde helfen auch in der Not, und zum anderen, dass man nicht immer nur spielen kann, sondern manchmal auch ein paar Aufgaben erledigen muss, auf die man nicht so viel Lust hast. Natürlich hat die Geschichte ein wunderschönes Happy End!

Die Handlung kommt übrigens ohne „Weihnachten“ und ohne „Weihnachtsmann“ aus, das ist vielleicht für einige potentiellen Vorleser wichtig. Es gibt zwar auch Geschenke, aber die fallen buchstäblich vom Himmel. 


Fazit: Eine schöne Wintergeschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. 

  • Gebundene Ausgabe: 24 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (18. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785586353
  • ISBN-13: 978-3785586358
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre

Liebe Grüße,
Claudia